2011 Probenbild

Mittsommerweihnacht

(Réveillon d'été von Isabelle de Toledo)

Vier Schwestern und das Fest der Liebe: Mitten im Juni treffen sich Martine, Francoise und Lucie im Hause der jüngsten Schwester Sophie, um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Einer Familientradition ist es entsprungen, den Heiligabend inmitten des Jahres zu verlegen.
Allein aufgrund der unterschiedlichen Charakteren der Schwestern kommt es immer wieder zu Sticheleien und Kraftproben. So lässt die Sprechstundenhilfe Francoise kein gutes Haar am Leben ihrer flatterhaften, aber willensstarken Schwester Lucie, die sich als Schauspielerin und Bohemian den anderen vermeintlich überlegen fühlt. Lucie wiederum findet ihre Schwester Francoise furchtbar spießig. Martine, deren lang vergangene Romanze mit einem verheirateten Mann dem Intervenieren der Schwestern zum Opfer fiel, gefällt sich in der Rolle der Harmoniestifterin – und projiziert ihre Lebensfantasie lieber auf die Schwester Lucie. Sophie will es dagegen immer allen recht machen – und suhlt sich in der Einsamkeit mit Tochter Julie auf dem Lande, nachdem die Ehe mit Professor Morant, einem Schürzenjäger am selben Krankenhaus, an dem sie als Assistenzärztin arbeitet, gescheitert ist.

Während sich die Schwestern unnachgiebig, aber durchaus liebevoll sezieren, versucht Julie in all dem Gefühlschaos, mit sich selbst klarzukommen. Gerade wieder hat der Vater sie wegen einer blutjungen Praktikantin versetzt. Zu allem Überfluss platzt in den zwischenmenschlichen Reigen auch noch Sophies Arbeitskollegin Solange. Auch sie hat Wunden zu lecken und lässt sich von der Atmosphäre aus Zuneigung, Streitigkeiten und Aufbruchstimmung gefangen nehmen. ... weitere Infos zum Stück

Premiere am 13. 10. im Peppertheater,
Kartenreservierung unter Tel.  089/63 89 18 43.

UA: 2008, Théâtre Michèl, Paris

Es spielen:

Francoise Lecharme Claudia Kind
Martine Lecharme Saskia Hanf
Lucie Lecharme Manuela Wisniewski
Sophie Morant Bettina Brunßen
Julie, Sophies Tochter Jennifer Behler
Solange Pinson     Anschi Sponseil

Regie: Monika C. Müller